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Nachhaltigkeit und Umweltschutz bei Samsung

31.05.2021


Nachhaltigkeit und Umweltmanagement bei Samsung

Der Abbau und die Verarbeitung problematischer Rohstoffe, der hohe Energieaufwand in der Produktion und die vergleichsweise kurze Lebensdauer von Smartphones und anderen Gadgets: Die Elektronik-Branche hat nicht gerade den besten Ruf, wenn es um das Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz geht. Dennoch hat sich in den letzten Jahren viel getan – nicht nur gesellschaftlich, sondern auch bei den großen Herstellern gibt es ein gestiegenes Interesse, zukunftsfähige Lösungen zu erarbeiten. Im folgenden Beitrag fokussieren wir uns auf das Unternehmen Samsung. Welche Maßnahmen hat der Konzern aus Südkorea in Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit schon umgesetzt und wo gibt es noch Verbesserungsbedarf?

„PlanetFirst“: Nachhaltigkeit bei Samsung

„PlanetFirst“: Nachhaltigkeit bei Samsung

In der Geschichte von Samsung wurde im Jahr 1992 der Grundstein für ein ganzheitliches Umweltmanagement gelegt. Seitdem geht es eigenen Angaben zufolge nicht nur darum, bloß die gesetzlichen Umweltvorschriften einzuhalten. Stattdessen hat Samsung die Kampagne „Planet First“ gestartet und sich dazu verpflichtet, soziale Verantwortung und ein nachhaltiges Management aufzubauen, wobei der Umweltschutz immer im Vordergrund stehen soll. Im Laufe der Jahre wurden zahlreiche Aktionen durchgeführt, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen und aktiv zum Klimaschutz beizutragen: In der Ukraine haben Samsung-Mitarbeiter Bäume gepflanzt, in Panama gab es eine Müllsammel-Aktion am Strand und in Großbritannien hat Samsung in Schulen Vorträge zum Thema Recycling gehalten.

Samsung setzt sich jedoch nicht nur nach außen für eine saubere und zukunftsfähige Umwelt ein, auch innerhalb des Konzerns wurden zahlreiche Maßnahmen ergriffen. Da wir nicht auf jede dieser Aktionen und Initiativen eingehen können, widmen wir uns schwerpunktmäßig der Herstellung umweltbewusster Produkte und dem Thema Ressourceneffizienz.

Nachhaltigkeit bei Samsung: „umweltbewusste Produkte“

Von der Entwicklung neuer Geräte bis zu deren Entsorgung räumt Samsung eigenen Angaben zufolge der Umwelt höchste Priorität ein, weshalb Galaxy-Handys, Tablets oder Wearables wie die Galaxy Watch3 oder verschiedene Bluetooth-Kopfhörer weltweit als „umweltbewusste Produkte“ anerkannt werden. 2019 lag der Anteil dieser „umweltbewussten Produkte“ schon bei 97 Prozent. Zur Bewertung der Geräte wurden offizielle Zertifizierungskriterien wie beispielsweise von staatlichen Eco-Labeln übernommen. Da das alles bisher viel Theorie war, möchten wir nun auf ein konkretes Beispiel eingehen.

Im Jahr 2019 hat Samsung Electronics eine Ökobilanz von 24-Zoll-Monitoren durchgeführt, die durch die UL Environmental Product Declaration (EPD) zusätzlich extern zertifiziert wurde. Die Ergebnisse zeigen, dass zu über 20 Prozent die Vorproduktion des Monitors Auswirkungen auf die globale Erwärmung hat, in der Produktion sind es hingegen nur 0,3 Prozent. Der größte Anteil wurde mit über 75 Prozent in der Nutzungsphase erzielt, bei der Entsorgung waren es knapp 2 Prozent. Samsung Electronics hat sich deshalb für die Zukunft vorgenommen, vor allem den Stromverbrauch während der Nutzung des Monitors und im Standby-Betrieb zu reduzieren. Schon in den vergangenen Jahren konnten die Südkoreaner diesbezüglich Erfolge erzielen: Im Vergleich zu 2008 sank der Energieverbrauch bei der Nutzung von Samsung-Geräten im Jahr 2019 durch den Einsatz energieeffizienter Technologien um mehr als 40 Prozent.

Nachhaltigkeit durch den effizienten Einsatz von Ressourcen

Nachhaltigkeit durch den effizienten Einsatz von Ressourcen

Ein Smartphone besteht im Durchschnitt aus über 60 verschiedenen Stoffen. In dieser Übersicht sehen Sie, aus welchen Haupt-Materialien sich ein Handy zusammensetzt:

  • 35 Prozent Plastik
  • 20 Prozent Aluminium
  • 11 Prozent Stahl
  • 10 Prozent Kupfer
  • 9 Prozent Kobalt
  • 15 Prozent Gold und andere Materialien

Die Förderung und Produktion dieser Rohstoffe ist sehr ressourcen- und energieaufwändig. Um nur ein Beispiel anzureißen: Für den Akku von Handys braucht man Kobalt – dieser Rohstoff wird vor allem in Minen in der Republik Kongo, in China und in Sambia unter schlechten Arbeitsbedingungen abgebaut. Doch das ist nicht der einzige kritische Punkt: Die weltweiten Kobaltvorkommen sind begrenzt und da der Rohstoff auch in den Batterien von E-Autos zum Einsatz kommt, warnen Experten vor einer drohenden Knappheit.

Sowohl die begrenzten Vorkommen natürlicher Ressourcen als auch Umweltprobleme im Zuge deren Gewinnung sind Samsung eigenen Angaben zufolge bewusst. Deshalb hat der Konzern aus Südkorea verschiedene Maßnahmen ergriffen. Ein wichtiges Ziel ist es, eine Kreislaufwirtschaft aufzubauen. Das bedeutet konkret: Produkte und deren Ressourcen sollen nach dem einmaligen Gebrauch nicht entsorgt, sondern aufbereitet, wiederverwendet und recycelt werden, sodass sie erneut genutzt werden können.

Ein Beispiel für das System der Kreislaufwirtschaft ist das Re+ Programm von Samsung Electronics zum Sammeln von Elektroschrott. Über Servicezentren und Kooperationspartner werden Altprodukte organisiert, die dann in einer umweltfreundlichen Methode recycelt und wiederverwertet werden. Laut Samsung wurden durch das Re+ Programm zwischen 2009 und 2019 über vier Millionen Tonnen Abfallprodukte gesammelt.

Samsung möchte die eigenen Recyclingbemühungen auch mit dem 1998 eröffneten Asan Recycling Centre verstärken. Im Jahr 2019 wurden dort knapp 340.000 Kühlschränke, Waschmaschinen und IT-Geräte recycelt. Dadurch konnten über 24 Tonnen wichtiger Metalle – von Aluminium über Stahl bis zu Kupfer – und Kunststoffe zu Recyclingzwecken getrennt werden. Kunststoffe werden dann an Firmen geliefert, die diese zur Wiederverwendung neu zusammensetzen. Kupfer wird von Kabeln und anderen größeren Teilen getrennt und zur Herstellung anderer Elektronikteile genutzt.

Weitere Maßnahmen von Samsung zur Ressourcenschonung im Überblick:

  • seit 2018: umweltfreundliches Verpackungsmaterial anstatt Einweg-Plastikverpackungen
  • verlängerte Lebensdauer von Produkten durch höhere Strapazierfähigkeit
  • 3R-Strategie (Reduce, Reuse, Recycle) für Wasser

Der Umgang mit umweltgefährdenden Stoffen

Neben wertvollen Rohstoffen wie Kupfer, Gold oder Lithium kommt in vielen Handys und anderen Elektrogeräten auch eine Reihe umweltgefährdender Chemikalien zum Einsatz. Neben Polyvinylchlorid (PVC) und bromierten Flammschutzmitteln (BFR) zählen auch Weichmacher aus der Gruppe der Phthalate zu den gesundheitsschädlichen Substanzen.

Seit 2003 reduziert Samsung kontinuierlich sowohl eingeschränkt nutzbare Substanzen als auch potenziell umweltschädliche Chemikalien in den eigenen Produkten. Der Konzern aus Südkorea hält sich dabei an strikte, internationale Umweltvorschriften, hat aber auch eigene, freiwillige Pläne formuliert. Zur strengen Überwachung von Lieferketten gibt es ein Eco-Partner Zertifizierungsprogramm, bei dem Lieferanten alle zwei Jahre ein umfassendes Audit bestehen müssen.

2008 wurden beispielsweise die ersten Handys ohne PVC und BFRs produziert, seit 2010 sind alle neu entwickelten Samsung-Smartphones frei von diesen Stoffen. Auch vier Phthalat-Typen sind seit 2018 in allen Komponenten verboten, darunter DEHP, BBP, DBP und DIBP.

Kritik am Umweltmanagement von Samsung – Verbesserungspotenzial

Kritik am Umweltmanagement von Samsung – Verbesserungspotenzial

Apple hat es im Jahr 2020 bei der Vorstellung der iPhone 11-Reihe vorgemacht: Zu den neuen Smartphones gibt es seitdem kaum noch gratis Zubehör wie Kopfhörer oder ein Netzteil dazu. Samsung zog mit der Vorstellung der Galaxy S21-Reihe nach und liefert diese der Umwelt zuliebe nun auch ohne Netzteil aus. Das klingt zunächst gut, Kritiker bewerten diesen Schritt aber eher als Greenwashing. Denn nicht jeder Nutzer hat bereits ein passendes Ladekabel zuhause. Durch einzeln verpackte und verschickte Netzteile werden zusätzliche Ressourcen verbraucht und es entstehen CO2-Emissionen. Geht es also mehr um Kosteneinsparungen als um Umweltschutz? Was uns darüber hinaus aufgefallen ist: Das fehlende Zubehör betrifft aktuell nur Flaggschiff-Smartphones. Das Mittelklasse-Handy Galaxy A52 wird beispielsweise weiterhin mit Datenkabel und Ladeadapter ausgeliefert. Konsequentes Nachhaltigkeitsmanagement sieht anders aus.

Fazit: Samsung ist auf dem richtigen Weg in Sachen Nachhaltigkeit und Umweltschutz

Die Frage „Wie nachhaltig ist ein Unternehmen?“ lässt sich nicht einfach und in wenigen Sätzen beantworten. Nicht alle Firmen kommunizieren alle relevanten Informationen dazu transparent nach außen. Selbst wenn das so wäre, könnte ein solcher Artikel niemals alle Aspekte zum Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit umfassend und aus allen Perspektiven beleuchten. Deshalb können wir lediglich eine grobe Einschätzung abgeben:

2018 hat Samsung verkündet, bis zum Jahr 2020 an allen Standorten in den USA, in Europa und in China zu 100 Prozent auf erneuerbare Energien umzusteigen. Ob dieser Beschluss mittlerweile umgesetzt wurde, wissen wir nicht. Vorhaben wie diese sind ein Schritt in die richtige Richtung, doch in Sachen Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind vor allem Taten gefragt. Was das angeht, hat sich Samsung offiziell dazu bereit erklärt, mehr Verantwortung zu übernehmen und soziale Werte zu schaffen. Was beispielsweise die Themen effektiveres Recycling oder die Reduzierung von umweltschädlichen Chemikalien angeht, sind die Südkoreaner bereits auf dem richtigen Weg.

Doch nicht nur Firmen, sondern jeder Einzelne von uns kann einen eigenen Beitrag für mehr Nachhaltigkeit und Umweltschutz leisten. Sie sind gerade auf der Suche nach einem neuen Smartphone? Dann lassen Sie Ihr Altgerät nicht in einer Schublade verstauben, sondern verkaufen Sie Ihr Handy oder geben es zum Recycling zurück. Schauen Sie für Ihr neues Smartphone doch einmal, ob Ihr Wunschmodell vielleicht bei den refurbished Handys von Galaxy EXPERTE dabei ist. Der Kauf eines gebrauchen Smartphones schont nämlich nicht nur die Umwelt, sondern auch Ihren Geldbeutel.


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